Jagdreiterlehrgang im Haupt- und Landgetüt Marbach


Veranstalter:     Badischer Schleppjagdverein e.V.
Master:    Gerd M.Klapschus
Hunde      16 Koppeln
Schleppenleger: Andrea Wiehn, Bettina v. Welck, Rolf  Eberhardt
Equipage:     Dr.Ulrike Naumann, Thea Förschler,  Dr. Dieter Förschler, Volker Pfisterer, Clemens v. Welck , Klaus Herrmann, Werner Hauck
Feldführer
1. Feld:
Friederike Mönch, Eddi Schuster
2. Feld: Andrea Schmitz
Reiter:  53
Strecke:         10 km auf dem Gestütsgelände
Schleppen:   6 Schleppen mit 12 jagdgerechten Hindernissen
Bläser:     Jagdhornbläser Albtal unter der Leitung von Andreas Rometsch

Ein Jagdbericht aus Hamburger und Schwäbischer Sicht

6:30Uhr: AUFSTEHEN! Pferd füttern, Box misten, Frühstücken, Zusammenpacken. Reina lahmt! Also fahren wir nicht wie geplant mit 4 Anhängern, sondern nur mit dreien. In Marbach angekommen, fahren wir direkt zum Springtraining im Eicheles-Garten unter Leitung von Hauptsattelmeister Rolf Eberhardt. Rocco und ich nehmen nur die einfacheren Sprünge mit und werden laufend darauf aufmerksam gemacht, den Dressursattel durch einen Springsattel zu ersetzen. Am Ende der Stunde darf die gesamte Abteilung noch mal ran und hintereinander über 4 Hindernisse springen. Nachdem unsere Pferde versorgt sind, fahren wir zurück zum Springtraining, um den anderen Gruppen zuzusehen.Trotz einiger Stürze gibt es keine Verletzten. Die Teilnehmer sind aus ganz Süddeutschland, Österreich, der Schweiz und Hamburg angereist, zum Teil mit eigenem Pferd und zum Teil durch die Reitschule des Haupt- und Landgestüts beritten gemacht.



Nach dem Springtraining fahren wir zum Gestütsgasthof, sitzen in der Sonne und stillen unsere knurrenden Mägen. Nachdem Uwes Pferd wieder eingefangen ist, kann auch endlich der Theorie-Teil starten. Es gibt einen Vortrag von Bubu über das Jagdreiten in Frankreich, wo noch Hirsche oder Wildschweine gejagt werden. Bei der französischen Meutejagd wird das Wild bis zum Ende seiner Kräfte gejagt, dann sitzt einer der Reiter ab und das Wild wird waidgerecht erlegt. Nichts für schwache Nerven!  Es folgt ein Vortrag von Dr. Dieter Förschler über das Jagdreiten in Irland. Dort erfolgt die Jagd auf den Fuchs und geht meistens über Wiesen, die durch Steinmauern voneinander getrennt sind. Der dritte Vortrag von Andreas Rometsch befasst sich mit der Tradition und Entstehung der Jagdsignale inklusive Einführung in die verschiedenen Jagdhörner, die dabei verwendet werden. Der musikalische Teil kommt hier nicht zu kurz. Es ist faszinierend, wie viele Töne man aus solch einem Horn herausbekommt.

Am Abend Abritt zur Probejagd, bei der die Jagdneulinge einen ersten Eindruck bekommen. Die dritte und letzte Schleppe führt über eine riesige Wiese an der Lauter entlang zurück zum Gestüt. Auch unsere Feldführerin gibt jetzt richtig Gas, da sie von mehreren Reitern überholt wurde. 



Später dann gemütliches Beisammensein im Gestütsgasthof, wo Thea verkündet, dass sie ab sofort empfänglich ist – womit allerdings das Bezahlen des Lehrgangs gemeint ist....Der Abend wird lang und laut. 
Am Sonntagmorgen findet eine Gestütsführung mit HSM Wolfgang Weber statt und wir sehen Verkaufspferde, Zuchthengste und die Stutenherde mit den jungen Fohlen. Wir setzen uns von der Führung ab und fahren nach Offenhausen, um die Pferde für die Jagd zu holen. Zur Jagd kommen noch weitere Reiter, sodaß wir über 50 Reiter sind. Vom Schleppjagdverein von Bayern ist Sabine Kreuter angereist, die sich freut endlich das Gelände in Marbach kennenzulernen. Nach dem Stelldichein geht es los, Sattel rauf, Hunde raus, auf zur Jagd. Auf der ersten Schleppe gleich ein flottes Tempo, was Rocco aber unbedingt noch steigern will. Ich kann ihn nun wirklich nicht mehr halten. Feldführer überholt … so was Unangenehmes. Wir sortieren uns für die nächste Schleppe also doch lieber wieder hinten ein, am Ende des zweiten Feldes. Kurz vor der dritten Schleppe breche ich die Jagd sicherheitshalber ab, kühle die Pferdebeine in der Lauter und meinen Kopf im frischen Wind. Pulsfrequenz endlich wieder normal! Währenddessen geht es flott weiter. So flott, dass ein Teil des zweiten Feldes verloren geht, der dann Gott sei Dank den Anschluss wieder findet. Auf altbewährter Strecke rasante Galopps bergauf, bergab, spurtreue, schnelle Hunde, fair gebaute Hindernisse, tolles Wetter – was will man mehr? Halali dann am Teich, strahlende Gesichter sagen alles. Heimritt zum Curée durch den Gestütshof – DIE Attraktion für Touristen!



Die Hunde freuen sich beim Curée über bergeweise Pansen und die Reiter über Schnaps und Meuteknöpfe. Eine gelungene Jagd, für die wir uns besonders bedanken bei Andreas Rometsch, der mit seinen Albtälern für eine hervorragende musikalische Untermalung sorgte, bei der Gestütsleiterin Frau Dr.Astrid von Velsen-Zerweck, die uns erlaubte, das herrliche Gestütsgelände zu nutzen, sowie bei Dr. Dieter Förschler als Organisator der Jagd. 

Es war einfach klasse!  Die 11 Stunden Fahrt haben sich gelohnt!  Horrido!!!!!!!!!!

Berichterstatter: Jule Spiegel und Juliane Wihler

 

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Album Fratczak Album Hoch
von Ulrike Naumann Julia &  Lukas Fratczak Alexander Hoch